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Prokrastination - das hilft gegen das ewige Aufschieben

Wenn jemand dazu neigt, Aufgaben bis zum sprichwörtlichen „letzten Drücker“ aufzuschieben oder wenn vom Lernen von Studenten vor Klausuren die Rede ist, spricht man allgemein schnell von Prokrastination. Der Begriff hat sich in den letzten Jahren ausgebreitet und ist heute in aller Munde. Dabei ist Aufschieben aber nicht gleich Aufschieben.

Mit Aufschieben hat man es immer dann zu tun, wenn Aufgaben nicht sofort erledigt, sondern auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Teilweise, weil man auf diesen Punkt auf der Liste schlicht und einfach keine Lust hat, weil es sich um eher unangenehme Dinge handelt, aber auch weil andere Aufgaben kritischer sind und zuerst erledigt werden müssen. Im letzten Fall hat das Aufschieben dann weniger mit echter Prokrastination zu tun, sondern vielmehr mit Prioritätensetzung. Dazu kommt der Umstand, dass manche Menschen unter Zeitdruck die bessere Leistung bringen und am Ende bessere Ergebnisse erzielen. Hier wird die Aufgabe praktisch so lange vor sich hergeschoben, bis die Zeit zwar noch ausreicht, aber gleichzeitig kurz genug ist, um einen gewissen Druck zu erzeugen.

In all diesen Fällen handelt es sich zwar um ein Aufschieben, aber nicht um echte Prokrastination. Dieses normale Aufschieben kann zwar zu Stress und Hektik führen, ist aber in aller Regel nicht mit einem so großen Leidensdruck und schlechteren oder ganz ausbleibenden Arbeitsleistungen verbunden.

Prokrastination ist nämlich kein einfaches Aufschrieben oder Umpriorisieren von Aufgaben, sondern eine echte Arbeitsstörung, bei der zu erledigende Dinge auch ohne richtigen Grund aufgeschoben oder häufig unterbrochen, während tatsächlich notwendige Aufgaben erst zu spät oder gar nicht in Angriff genommen werden. Es werden stattdessen andere Dinge getan, die vergleichsweise weniger wichtig sind, zum Beispiel Schränke ausmisten statt für eine Klausur zu lernen. Hier besteht ein großer Unterschied zum Verschieben von Aufgaben nach Wichtigkeit.

Echte Prokrastination beginnt oft bereits in der Schulzeit und zieht sich durch das spätere Berufs- und Privatleben. Da die Betroffenen ernsthaft darunter leiden, ist es wichtig gegenzusteuern. Eine Therapie speziell gegen Prokrastination gibt es derzeit nicht, weil diese Arbeitsstörung noch nicht offiziell in die Liste psychischer Krankheiten aufgenommen ist. Stattdessen versucht man, Methoden der Verhaltenstherapie zu übertragen oder allgemein mit Ratschlägen zum effektiveren Erledigen von Aufgaben gegen das pathologische Aufschieben gegen zu steuern.

Bei den verhaltenstherapeutischen Ansätzen geht es vor allem darum, die erforderliche Arbeitszeit realistisch zu planen, zum vorgegebenen Zeitpunkt tatsächlich mit dem Erledigen der Aufgabe zu beginnen und teilweise auch die Abneigung gegen eine Aufgabe zu verringern. Ein Teil dieser Vorgehensweise kann es sein, für eine Aufgabe bestimmte Zeitfenster festzulegen, die nicht überschritten werden dürfen, und die Aufgabe so in kleinere Etappen zu zerlegen, die leichter zu meistern sind. Auch mit Belohnungen nach einer wirklich erledigten Etappe kann gearbeitet werden.

Trotz des mittlerweile entstandenen Begriffes „Aufschieberitis“ für Prokrastination und obwohl man Aufschieben und Prokrastination, wie eingangs erwähnt, gerne gleichsetzt, ist es nicht unbedingt dasselbe. Maßgebliche Unterschiede sind zum Beispiel die Gründe, warum eine Aufgabe aufgeschoben wird, und die Art und Weise, wie mit dem Aufschieben umgegangen wird. Bei echten Leistungseinbußen und Leidensdruck aufseiten der Betroffenen kann man tatsächlich von Prokrastination sprechen. Hier sollten Strategien entwickelt werden, die dieser ungesunden Art des Aufschiebens ein Ende machen.

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